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Praxisanschrift

Praxis am Falkenbrunnen
Chemnitzer Str. 48b
01187 Dresden

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Operationen
 
Die Schulter ist das Gelenk mit dem größten Bewegungsumfang des menschlichen Körpers. Als klassisches Kugelgelenk ist es praktisch in alle Richtungen mobil. Grund dafür ist das Gleiten eines großen Kopfes (Oberamkopf) in einer kleinen Pfanne (am Schulterblatt). Dieser Umstand geht aber zu Lasten der Stabilität. Es ist allgemein bekannt, dass die Schulter weitaus leichter ausrenken kann als zum Beispiel das Hüftgelenk.

Die Stabilisierung der Schulter wird über Weichteile (Knorpel, Sehnen, Bänder und Muskeln) vermittelt. So befindet sich um die kleine Schulterpfanne herum eine derbe Knorpellippe (Labrum). Weitaus mehr tragen aber die den Oberarmkopf umgebenden Muskeln und ihre Sehnen zur Stabilisierung bei. Da den Muskeln die Aufgabe zukommt, den Arm aus der Schulter heraus zu drehen (rotieren), werden sie als Rotatoren, und ihre Sehnen als Rotatorenmanschette bezeichnet. Aus verschiedenen Richtungen umgeben sie den Oberarmkopf und halten ihn, durch ein perfekt abgestimmtes Zusammenspiel, in jeder Position des Armes in der Schulterpfanne zentriert.

Die wenigsten von uns können auf den Händen stehen oder gehen – die Schulter ist kein Last tragendes Gelenk. Im Gegensatz zum Hüft- oder Kniegelenk sind es daher nur sehr selten die mit Knorpel überzogenen Gelenkflächen, die verschleißen und Beschwerden bereiten. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen werden an der Schulter in 95 Prozent von den oben genannten Weichteilen ausgelöst.

Ein Sturz auf die Schulter oder Fall auf die ausgestreckte Hand kann Ursache für einen Riss der Sehnen der Rotatorenmanschette sein. Viel häufiger sind aber Schmerzen, die „einfach so“ auftreten. Hier sind dann Teile der Sehnenmanschette durch mangelhaftes Zusammenspiel der Rotatoren unter Druck geraten. Die überlasteten Sehnen und angrenzenden Schleimbeutel (sie sorgen für das Gleiten der Sehnen) werden überlastet und entzünden sich. Auf dem Röntgenbild kann Kalk als Ausdruck der chronischen Entzündung sichtbar sein.

Ziel der Behandlung sollte es sein, die Beschwerden ohne Operation zu reduzieren. Hier bieten sich in erster Linie regelmäßiges Muskeltraining oder Injektionen zur Dämpfung der Entzündung an. Schmerzen bei „Kalkschulter“ sprechen auf Stosswellentherapie sehr gut an.

Bei lang anhaltenden, anderweitig nicht beeinflussbaren Schmerzen, kann eine Operation aber segensreich sein. Ähnlich wie bei der Arthroskopie des Kniegelenkes wird die Schulter mit einer Kamera durch zwei kleine Einschnitte inspiziert. Einklemmendes Gewebe kann geglättet oder entfernt werden. Der bei chronischen Verläufen fast immer entzündete Schleimbeutel unter dem Schulterblattdach wird bei dem Eingriff ebenfalls mit entfernt. Erkennt der Operateur, dass Defekte in der Rotatorenmanschette vorliegen und diese noch nicht zu weit fortgeschritten sind, wird über einen etwa vier bis fünf Zentimeter kurzen Hautschnitt das Schultergelenk eröffnet. Mit speziellen Techniken kann das Loch in der Manschette dann verschlossen werden.

Der Eingriff erfolgt grundsätzlich in Vollnarkose und dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Wir führen die Operation in unserer orthopädischen Abteilung am Krankenhaus Freital durch. Je nach Umfang der Operation beträgt der Aufenthalt im Krankenhaus zwischen ein bis vier Nächten. Auch die Nachbehandlungszeit variiert stark entsprechend des Umfanges der OP. Wir beraten Sie hierzu ausführlich in unseren OP-Sprechstunden.

»   Organisatorischer Ablauf Schulteroperation



Normale Schulter
Normale Schulter

Kalkschulter
Kalkschulter


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