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Praxisanschrift

Praxis am Falkenbrunnen
Chemnitzer Str. 48b
01187 Dresden

Telefon

Allgemein
0351 – 64 75 99 0
Leistungen
 
Was für ein Greul! Der erste Schritt am Morgen oder der nächtliche Gang zur Toilette und da ist er wieder: der stechende Schmerz unter der Ferse. Nach kurzer Zeit lässt er etwas nach, um mit längerer Laufstrecke wieder massiv zuzunehmen.  Der Nachbar hatte es auch schon mal oder ein Kollege, der Hausarzt kennt es und nach einer Röntgenaufnahme der Ferse steht die Diagnose fest: Es ist ein Fersensporn (Abbildung 1).

Was aber, wenn das Röntgenbild keine „Zacke“ hervor bringt? Und da beginnt es, das Mysterium Fersensporn. Diese Seite widmet sich dem Aufräumen mit alten Hüten und soll Licht ins Dunkel des Fersensohlenschmerzes bringen.

Das Längsgewölbe unseres Fußes wird durch die Gestaltung des Fußskeletts bestimmt. Wie unter einer alten Steinbrücke sind die Fußwurzelknochen trapezförmig mit der kleineren Fläche nach unten im Bogen angeordnet (Abbildung 2). Da die Fußwurzelknochen aber gelenkig (d.h. beweglich) miteinander verbunden sind, reicht die Formgebung der Knochen zur Erhaltung des Fußgewölbes allein nicht aus. Hier kommt das Sohlenband (Fascia plantaris) ins Spiel. Es entspringt am Boden des Fersenbeins (Abbildung 3) und spannt sich wie ein Fächer in Richtung der Mittelfußköpfchen in Richtung der Zehen aus. Beim Auftreten wird es angespannt und stabilisiert so das Längsgewölbe (wie die Strasse unter dem Brückenbogen).

Durch die Belastung des Ansatzpunktes des Sohlenbandes am Fersenbein, kann es (durch meist nicht zu klärende Ursache) zu einer Entzündung des Bandes und der Knochenhaut am Fersenbein kommen (Fasciitis plantaris). So entsteht der Schmerz! Die „Zacke“ auf dem Röntgenbild spielt dabei keine Rolle. Sie bildet sich durch eine harmlose Verknöcherung des Sohlenbandansatzes und besitzt keinerlei Krankheitswert. Während sehr viele Menschen völlig beschwerdefrei mit einem verknöcherten Sohlenbandansatz durchs Leben gehen, kann der „Fersensporn“ bei anderen schmerzgeplagten Patienten im Röntgenbild nicht nachgewiesen werden. Fort also mit der Diagnose Fersensporn. Korrekt ist die Bezeichnung Sohlenbandentzündung oder wie oben schon erwähnt Fasciitis plantaris.

So weit zur Entstehung des Fersensohlenschmerzes. Nun zur Behandlung. Zuerst die gute Nachricht: so wie der Schmerz entstanden ist, verschwindet er auch fast immer aus heiterem Himmel. Die schlechte Nachricht ist, dass durchaus viel Zeit ins Land gehen kann, bis die Beschwerden völlig abgeklungen sind. Die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig.

Allen gemeinsam ist jedoch, dass als Grundlage der Therapie eine sachgerechte Einlagenversorgung erforderlich ist. Die Einlagen müssen so gestaltet sein, dass das Fußlängsgewölbe gut von unten gestützt wird. Nur so kann das Sohlenband entlastet werden und die schmerzhafte Entzündung abklingen. Eine Weichpolsterung am Schmerzpunkt wird als angenehm empfunden.

Die so häufig in orthopädischen Einlagen anzutreffende Pelotte zur Unterstützung der Mittelfußköpfchen ist hier kontraproduktiv, da sie das Sohlenband nicht entspannt, sondern zusätzlich unter Spannung setzt. Das gilt auch für Fersenkissen. Sie polstern lediglich den Schmerzpunkt an der Ferse, eine Entlastung des Sohlenbandes findet nicht statt.

Die individuell gefertigten Einlagen sollten so lange (auch zu Hause) getragen werden, bis die Schmerzen verschwunden sind. Übrigens: Frauen besitzen gegenüber Männern den Vorteil, Schuhe mit hohen Absätzen tragen zu können. Diese besitzen eine „natürliche“ Längsgewölbestütze (Abbildung 4) und werden von den Patientinnen auch als dementsprechend angenehm und schmerzlindernd beschrieben.

Mögliche ergänzende Therapieformen sind die manuelle Dehnung des Sohlenbandes und Ultraschall in der Physiotherapie, lokale Kälteanwendungen (Eiswürfel-Massage), Röntgenbestrahlungen, Kortison-Injektionen und die Stosswellentherapie. Operationen sind nur bei extremen und lang anhaltenden Schmerzen erforderlich. Hier wird dann unter Vollnarkose das Sohlenband eingekerbt. Damit anschließend das Längsgewölbe nicht kollabiert, muss der Fuß für 4 Wochen entlastet werden. Auf Grund der zahlreichen, oben genannten konservativen Möglichkeiten, wird diese Operation so gut wie nicht mehr durchgeführt.

Für eine individuelle Beratung vereinbaren Sie am besten einen Termin in einer unserer Sprechstunden.
Sohlenbandansatzverkalkung (Fersensporn)
Abb. 1: Sohlenbandansatzverkalkung ("Fersensporn")

Längsgewölbe
Abb. 2: Längsgewölbe

Sohlenband im MRT
Abb. 3: Sohlenband im MRT

"natürliche" Längsgewölbestütze
Abb. 4: "natürliche" Längsgewölbestütze

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