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-   Was ist ein Arbeitsunfall
-   Alles zum Durchgangsarztverfahren

Praxisanschrift

Praxis am Falkenbrunnen
Chemnitzer Str. 48b
01187 Dresden

Telefon

Allgemein
0351 – 64 75 99 0
Leistungen
 
Im sog. Durchgangsarztverfahren (kurz D-Arzt-Verfahren) ist die Behandlung von Arbeitsunfällen auf der Grundlage des Sozialgesetzbuches 7 (SGB 7) geregelt. Die Kosten werden von den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften, Unfallkassen) übernommen. Jede durch einen Arbeitsunfall verletzte Person, für welche der gesetzliche Unfallversicherungsschutz besteht (siehe „Was ist ein Arbeitsunfall?“), muss auf schnellstem Wege einem Durchgangsarzt vorgestellt werden. Stellt sich der Verletzte zuerst bei einem Hausarzt vor, muss dieser den Patienten an einen D-Arzt überweisen, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als einen Tag besteht und die Behandlung länger als eine Woche dauern wird. Im Zweifelsfall, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt, sollte sich der Verletzte dennoch immer bei einem D-Arzt in Dresden vorstellen. Wird später festgestellt, dass es sich nicht um einen Arbeitsunfall im Sinne des Gesetzes handelt, bedeutet dies keinen Nachteil für den Verletzten. Die Behandlungskosten trägt dann die gesetzliche oder private Krankenversicherung. Wird ein Unfall verspätet oder gar nicht als Arbeitsunfall beim D-Arzt vorgestellt, können sich aber erhebliche Nachteile für den Versicherten ergeben: Ablehnung der Kostenübernahme für medizinische Behandlung, Hilfsmittel, Rehabilitationsmaßnahmen, Ausbildungs- / Umschulungs- / Wiedereingliederungshilfen und Rentenzahlungen durch den Unfallversicherungsträger.

Die Vorstellung beim D-Arzt in Dresden ist kostenlos und erfordert keine Vorlage einer Chipkarte.

Der D-Arzt stellt nach Klärung Unfallursache und Untersuchung des Verletzten die Diagnose und führt die Erstversorgung durch. Es wird entschieden, ob eine weitere Behandlung ambulant in seiner eigenen Obhut oder beim Hausarzt bzw. auch stationär im Krankenhaus notwendig ist. Gelegentlich ist eine Vorstellung bei anderen Fachärzten z.B. HNO-, Hautärzten erforderlich. Alle wichtigen Daten werden dann im Durchgangsarztbericht dem Unfallversicherungsträger gemeldet. Der D-Arzt übernimmt die Steuerung des Heilverfahrens. Dazu gehört: Kontakthaltung zu vor- oder mitbehandelnden Unfallkliniken, Fachärzten, Rehaeinrichtungen und Unfallversicherungsträgern, Planung von Rehabilitätionsmaßnahmen und Festlegung von Ersatz- bzw. Entschädigungsleistungen (Renten). Speziell geschulte Rehamanager der Unfallversicherungsträger überwachen und beschleunigen die Rehabilitation und Wiedereingliederung der Unfallverletzten zusätzlich durch Hilfe z.B. bei der Suche nach Verbesserungen am Arbeitsplatz (z.B. Hilfsmittel oder Umbauten), Umschulungsmaßnahmen oder neuen Arbeitsmöglichkeiten. Ist die Arbeitsfähigkeit dauerhaft deutlich gemindert oder gänzlich nicht wiederherstellbar, können Rentenzahlungen gewährt werden. Hauptziel dieses gut und effizient organisierten Heilverfahrens der Unfallversicherungsträger ist die bestmögliche Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit des Arbeitsunfallverletzten „mit allen geeigneten Mitteln“. Dadurch ist ein optimaler und schneller Einsatz aller Möglichkeiten der modernen oft kostenintensiven Therapie nach einem Arbeitsunfall gegeben.

Die medizinische Behandlung im Durchgangsarztverfahren hat somit gegenüber dem oft starken wirtschaftlichen Zwängen unterlegenen allgemeinen Heilverfahren der gesetzlichen Krankenkasse deutliche Vorteile für die Versicherten.


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